Elektroauto statt Diesel

Die letzten Jahre haben dem Diesel in Deutschland stark zugesetzt. Diskussionen um Feinstaubwerte und Stickoxide, drohende Fahrverbote und fehlerhafte Abgastechnik sorgten für Verdruss bei den Kunden und rückläufige Verkaufszahlen. Lag der Anteil der neuzugelassenen Diesel-Pkw zwischen 2011 und Ende 2015 stetig bei etwa 48 Prozent, so brach das Geschäft ab 2016 spürbar ein. Erst seit 2018 hat sich die Zulassungsquote bei rund 34 Prozent eingependelt. Ein Absturz um satte 14 Prozentpunkte. Doch wer hat davon profitiert? Und wie steht es heute um den Selbstzünder? Schafft er ein Comeback? JATO Dynamics hat sich dazu die Zahlen seit 2016 einmal genauer angeschaut.

Diesel-Pkw zwischen 2011 und Ende 2015 stetig bei etwa 48 Prozent, so brach das Geschäft ab 2016 spürbar ein. Erst seit 2018 hat sich die Zulassungsquote bei rund 34 Prozent eingependelt. Ein Absturz um satte 14 Prozentpunkte.

Zunächst einmal sind die Kunden ab 2016 verstärkt auf Benziner umgestiegen. 2018 erreichte der Marktanteil der Fahrzeuge mit Ottomotor mit über 60 Prozent seinen absoluten Höchststand. Doch seitdem ist ein neuer Trend angesagt. Die Elektromobilität nahm Fahrt auf – und der Benziner musste seine gerade erst dazugewonnenen Marktanteile zum Teil wieder einbüßen. So richtig an Bedeutung verloren hat er allerdings nicht, denn die meisten Hybridmodelle, die immerhin einen großen Teil der E-Fahrzeuge ausmachen, sind Benziner-Hybride. Der Marktanteil liegt heute wieder wie vor 2016 bei etwas mehr als 50 Prozent. Der Rest verteilt sich auf Diesel und Fahrzeuge mit den verschiedenen elektrischen Antriebsarten*.

Die Elektromobilität nimmt Fahrt auf. So richtig an Bedeutung verloren hat der Benziner allerdings nicht, denn die meisten Hybridmodelle, die immerhin einen großen Teil der E-Fahrzeuge ausmachen, sind Benziner-Hybride. Der Marktanteil liegt heute wieder wie vor 2016 bei etwas mehr als 50 Prozent. Der Rest verteilt sich auf Diesel und Fahrzeuge mit den verschiedenen elektrischen Antriebsarten.

Das hat zumindest den durchschnittlichen CO2-Emissionen gutgetan. Mit knapp 129 g/km liegt der Flottenwert heute wieder beim Niveau von Anfang 2016 und deutlich niedriger als der höchste Wert der vergangenen vier Jahre (135 g/km). Und das, obwohl in dieser Zeit die Zahl der SUVs stark zunahm und deren Verbrauch vergleichsweise höher ausfällt.

Große SUVs werden immer häufiger elektrifiziert

Lediglich in drei Segmenten ist der Dieselanteil, wie bei den Nutzfahrzeugen, ungebrochen hoch. Dazu zählen Pickups und Campervans sowie die großen SUVs. Diese Fahrzeuge sind größer, schwerer und haben einen hohen Luftwiderstand. Alles zusammen sorgt für höheren Kraftstoffverbrauch. Deshalb dominieren weiterhin die effizienteren Dieselmotoren diese Segmente. Doch seit 2020 werden immer mehr große SUVs zusätzlich zum Diesel elektrifiziert. Waren im ersten Quartal noch ca. zwei Prozent der neuzugelassenen großen SUVs elektrifiziert*, so waren es im zweiten Quartal 2020 bereits etwa neun Prozent. Hoffnung für den Selbstzünder gibt es nur bei den kompakten und großen Vans wie Opel Zafira oder Mercedes V-Klasse. Hier ist der Dieselanteil zuletzt gestiegen. Bei allen anderen Segmenten ist er weiter zurückgegangen. Und nichts deutet darauf hin, dass er wieder zulegen könnte.

* Batterieelektrische Fahrzeuge, Hybride, Plug-In-Hybride, Brennstoffzellenfahrzeuge (Fuel Cell) und Range-Extender

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